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Patrick (23): „Ich wünsche mir ein kleines Haus mit Garten“

Patrick, 23, nimmt im Don Bosco Zentrum in Berlin-Marzahn an einer sogenannten Aktivierungsmaßnahme teil. Dabei kann er – parallel zum Bezug von Arbeitslosengeld II –  erste Berufserfahrungen sammeln und seinen Schulabschluss nachholen. Sein großes Ziel: eine Ausbildung zum IT-Fachmann.

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"Ich bin ins Don Bosco Zentrum gekommen, weil es zu Hause ziemlich viel Stress gab und ich mit meiner Mum überhaupt nicht klar kam. Zuerst war ich in einer Einrichtung für schwer Erziehbare in Brandenburg. Dann war ich wieder vier Jahre bei meiner Mum. Mit 16 bin ich nochmal in eine Einrichtung gekommen, da war ich drei Jahre. Und dann habe ich mal bei meiner Schwester, mal bei meiner Mum gewohnt, immer abwechselnd.

Vor ein paar Monaten hat das Jobcenter Marzahn, das für mich zuständig ist, mir empfohlen, mich an das Don Bosco Zentrum zu wenden. Das ist der ideale Ort für mich, um die Schule nachzuholen, haben sie gesagt. Ich war auf der Förderschule und habe ein Abgangszeugnis von der zehnten Klasse, aber damit kann man nicht allzu viel anfangen. Als sie mir das vorgeschlagen haben, habe ich sofort Ja gesagt. Denn man braucht einen Schulabschluss, um etwas machen zu können!

Die ersten zwei Termine hier habe ich gleich versäumt, weil ich keine Zeit hatte. Aber beim dritten hat es geklappt. Mein erster Arbeitstag war der 6. Juni 2014. Seitdem bin ich hier, und es gefällt mir. Der erste Eindruck war gar nicht toll. Ich hatte mir vorgestellt, dass hier ein paar Leute sind, mit denen ich was machen kann, und dann war das auf den ersten Blick überhaupt nicht so. Aber nach ein, zwei Monaten habe ich ein ganz anderes Bild bekommen, habe mich mit den Kollegen super gut verstanden. Hier fühle ich mich aufgehoben. Wenn ich Probleme habe, habe ich sofort Ansprechpartner, an die ich mich wenden kann und wo mir auch geholfen wird. Wenn ich ein Anliegen habe, ist jemand da, und wir finden direkt eine Lösung.

Jetzt muss ich noch neun Wochen Schule machen, also einmal pro Monat „Schule auf Rädern“. Da fahren wir mit einem kleinen Bus nach Heiligenstadt. Mein letzter Schultag ist nächstes Jahr Ende Mai. Dann kriegen wir die Zeugnisse. Solange mache ich – sozusagen zum Zeitvertreib und weil man das Malern immer gebrauchen kann – in der Maßnahme mit. Nächstes Jahr werde ich dann ein Praktikum von zwei bis vier Wochen in einem IT-Unternehmen machen, das habe ich alles schon besprochen. Und dann mache ich da eine Ausbildung als IT-Fachmann. Das ist mein großes Ziel. Ich hantiere gerne mit PCs und überhaupt mit Elektronik! Und das ist ein Beruf, der nie aussterben wird.

Mein großer Wunsch wäre, so schnell wie möglich eine eigene Wohnung zu finden. Im Moment wohne ich bei meiner Mutter. Aber das ist aufgrund ihrer Krankheit, über die ich hier nicht mehr sagen will, sehr schwer. Das Problem ist, dass ich durch meine Ex-Freundin extrem hohe Schulden bei meinem Telefonanbieter habe. Erst kam eine hohe Rechnung, im nächsten Monat eine noch höhere. Inzwischen sind Zinsen dazugekommen. Ich weiß gar nicht, wie ich das schaffen soll.

Wenn ich mit meiner Ausbildung fertig bin und ein paar Jahre gearbeitet habe, will ich nach Holland auswandern und mir dort später ein eigenes Haus kaufen. Vielleicht habe ich irgendwann mal eine Familie. Und zwar eine, bei der es besser läuft als bei mir jetzt. Ich will einfach mal das Leben führen, das ich mir immer gewünscht habe zu führen. Unabhängig vom Staat sein. Und mir von keinem etwas vorschreiben lassen."

Foto: Rene Ziegler

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Die verlinkten Audio-Dateien wurden von Sprecherinnen und Sprechern des St. Michaelsbunds, München, eingesprochen.

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Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin geboren. Sein berühmtes Zitat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die Grundhaltung seines Lebens und seiner erzieherischen und pastoralen Tätigkeit. Dabei hat Don Bosco, selbst aus einer ärmlichen Familie stammend, mit seiner „Pädagogik der Vorsorge“ besonders die benachteiligten und ausgegrenzten jungen Menschen im Blick.

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