Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Steckbrief Cornelia Türpe

Cornelia Türpe liebt das, was sie macht – und das merkt man ihr auch an: Die 45-Jährige ist Assistentin der Schulleitung in Burgstädt. Doch die berufsbildende Schule „Don Bosco“ ist für sie mehr als nur irgendein Arbeitsplatz. Sie sieht sich als Ansprechpartnerin für die Lehrer, aber vor allem auch für die Jugendlichen, denen sie zeigen will, dass jeder Einzelne von ihnen wertvoll ist.

Was ist Ihr Lieblingszitat von Don Bosco?
"So arbeiten, als könnte man ewig leben. So leben, als könnte man täglich sterben."
Die Arbeitszeit macht einen großen Teil unseres Lebens aus. Wenn ich voll hinter meiner Tätigkeit stehe, ist auch mein Beruf für mich erfüllte Lebenszeit – und ich bin für jeden Tag in meinem Leben dankbar, nicht nur für die Wochenenden.
 
Was ist für Sie typisch salesianisch?
"Typisch salesianisch" ist für mich, miteinander zu arbeiten, aber auch miteinander zu feiern. Es bedeutet für mich die Wertschätzung des anderen, und die Jugendlichen so anzunehmen, wie sie sind. Sie ein Stück ihres Weges zu begleiten, ohne sie verbiegen zu wollen.
 
Wann ist für Sie ein Arbeitstag gelungen?
Mein Büro ist Anlaufstelle für Lehrkräfte und Schüler. Manche Schüler kommen, um mir zu erzählen, was sie gerade auf dem Herzen haben. Andere kommen, um mit mir zu lachen. Es ist schwierig, allen gerecht zu werden. Auf der einen Seite stapelt sich die Arbeit. Auf der anderen Seite sehe ich die Jugendlichen, die gerade jetzt jemanden brauchen. Für mich ist ein Tag also gelungen, wenn ich meine Arbeit erledigt und trotzdem Zeit für die Jugendlichen gefunden habe.
 
Wie tanken Sie neue Kraft?
Als Erstes ist da meine Familie, die mir Kraft und Halt gibt, und der feste Glaube an Gott. Ich weiß, dass er immer bei mir ist – egal, was in meinem Leben passiert. Als Zweites kann ich am besten bei der Gartenarbeit und bei Waldspaziergängen innerlich zur Ruhe kommen.
 
Welches Buch lesen Sie zurzeit?
"Trotz Schule lernen" von Vera F. Birkenbihl. Ein sehr provokanter Titel. Die Autorin befasst sich mit unserem ziemlich veralteten Schulsystem und mit den Schülern, die nicht in das vorgefertigte Schema passen und irgendwann frustriert auf der Strecke bleiben.
 
Worüber können Sie sich so richtig aufregen?
Über Arroganz und Respektlosigkeit. Über Menschen, die nur mit sich selbst beschäftigt sind und im Streben nach Anerkennung und Erfolg alles Andere um sich herum vergessen.

Wie würden Sie sich selbst mit drei Adjektiven beschreiben?
Wovon haben Sie als Kind immer geträumt?
Schriftstellerin zu werden und andere mit meinen Texten zu berühren. Schriftstellerin bin ich zwar nicht geworden, aber hin und wieder schreibe ich über Dinge, die mich bewegen. Ganz selten gebe ich diese Zeilen jemandem zum Lesen und freue mich, wenn ich in deren Herzen etwas bewegen konnte.

Wer sind Ihre Vorbilder?
Ganz klar meine Eltern, die mir eine so glückliche und unbeschwerte Kindheit geschenkt haben. Heute weiß ich, dass dies gar nicht so selbstverständlich ist, und es macht mich traurig, zu sehen, wie vielen Kindern so eine Kindheit verwehrt bleibt.

Was ist Ihre schönste Erinnerung mit den Salesianern Don Boscos?
Die Feste, die wir in unserer Einrichtung mit den Jugendlichen feiern. Wenn Jugendliche ausgelassen tanzen und spielen und ich ihre Augen strahlen sehe, dann weiß ich, dass ich genau hierhergehöre.

 

Interview: Nicole Stroth, in: DON BOSCO MAGAZIN, Ausgabe 6/2018

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Die Pädagogik Don Boscos

Im 19. Jahrhundert hat Don Bosco mit seiner Pädagogik einen ganz neuen Weg eingeschlagen: Er hat die Jugendlichen gefördert, ihnen zugehört, sie begleitet. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung. Was darunter zu verstehen ist, zeigt dieser animierte Videoclip.

Zu Besuch auf dem Sonnenberg

Herzlich willkommen im Don Bosco Haus, dem Jugendhilfe- und Familienzentrum auf dem Chemnitzer Sonnenberg! David, Ileen und Josi nehmen uns mit und zeigen, was sie hier so alles machen.