Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Steckbrief

 

Energiegeladen und stets auf dem Sprung: Als Leiterin des Don Bosco Zentrums in Magdeburg ist Schwester Lydia Kaps stark gefordert. Sie ist Ansprechpartnerin, Organisatorin – und vor allem ist sie für die Mädchen und Jungen da, die in das offene Kinder- und Jugendzentrum kommen. Die meisten von ihnen sind keine Christen. Für die 58-jährige Don Bosco Schwester kein Problem, sondern eher eine Chance, trotzdem mit ihnen über Gott und den Glauben ins Gespräch zu kommen – ohne Druck, offen und spielerisch. Diese Haltung ist ihr auch als Referentin für diakonische Kinder- und Jugendarbeit wichtig – eine Aufgabe, die sie zusätzlich für das Bistum Magdeburg übernommen hat.

Was ist Ihr Lieblingszitat von Don Bosco?
„Wandelt mit den Füßen auf der Erde, mit dem Herzen aber seid im Himmel.“
Wir sind eine Ordensgemeinschaft, die Aktion und Kontemplation miteinander vereint, und ich denke, genau das ist damit gemeint. Dies ist die Voraussetzung unseres und meines Tuns.
 
Was ist für Sie typisch salesianisch?
Die Offenheit jedem Kind, Jugendlichen, aber auch jedem anderen Menschen gegenüber. Die Bemühung, sich gegenseitig anzunehmen und zu begleiten und so den Familiengeist zu pflegen.
  
Wann ist für Sie ein Arbeitstag gelungen?
Wenn der gegenseitige Umgang mit meinen Mitmenschen gut war – und, wenn wir als Team etwas bewegt haben. Wenn Gott dabei seinen Platz hatte.
 
Wie tanken Sie neue Kraft?
In der heiligen Messe sowie in den täglichen Gebetszeiten. Hin und wieder fahre ich auch mit meinem Fahrrad zum Mittellandkanal oder an die Elbe. Als Kölnerin, die das Spazierengehen am Rhein gewohnt war, zieht es mich immer wieder ans Wasser.
 
Welches Buch lesen Sie zurzeit?
Ehrlich gesagt lese ich zurzeit kein festes Buch, sondern nehme immer mal wieder gezielt eines in die Hand, wenn ich es aus pragmatischen Gründen brauche oder mich der Buchtitel anspricht.
 
Worüber können Sie sich so richtig aufregen?
Wenn ich das Gefühl habe oder es sich tatsächlich herausstellt, dass jemand nicht ehrlich ist.
 
Wie würden Sie sich selbst mit drei Adjektiven beschreiben?
Fröhlich, dankbar, Gott vertrauend.
 
Wovon haben Sie als Kind immer geträumt?
Ein Mensch zu werden, der sich für Kinder und Jugendliche einsetzt.
 
Wer sind Ihre Vorbilder?
In meiner Jugend und als junge Erwachsene hat mich das Leben von Franz von Assisi sehr angesprochen. Da mein Herz aber stark für Kinder und Jugendliche schlug, kam bald der heilige Don Bosco dazu. Schon als Zwölfjährige leitete ich zwei Mädchengruppen – und als ich mich dazu entschied, Don Bosco Schwester zu werden, wurde mir das Leben der heiligen Maria Mazzarello immer wichtiger. Ansonsten gab und gibt es Menschen im Alltag, die mir als Vorbilder dienen und dienten. Zum Beispiel haben mich die Offenheit und Toleranz meiner Mutter und die Suche nach Idealen und Werten meines Vaters sehr geprägt.
 
Was ist Ihre schönste Erinnerung mit den Don Bosco Schwestern?
Da gibt es so viele – sei es von Mitschwestern, mit denen ich früher mal zusammengelebt habe und die zum Teil schon verstorben sind, oder sei es von Mitschwestern aus der Gegenwart. Aber um etwas konkreter zu werden, muss ich sagen, dass mich die Gastfreundschaft und Fürsorge unserer Mitschwestern für unsere Weltjugendtagsgruppe 2019 in San José (Costa Rica) sehr beeindruckt hat.

 

 

Interview: Nicole Stroth, in: DON BOSCO MAGAZIN, Ausgabe 6/2019

 

 

 

Weitere Interviews aus dem DON BOSCO MAGAZIN
 

Steckbrief Pater Heinz Menz

Ob im Alltag oder in der Freizeit: Pater Heinz Menz (52 Jahre) ist gerne mit anderen unterwegs. Seien es Jugendliche aus den salesianischen Einrichtungen, Ehemalige mit ihren Familien, Angestellte oder Mitbrüder. Und auch als neuer Direktor der Salesianer Don Boscos in Aschau freut er sich auf genau diese Begegnungen.
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3 Fragen an Pater Claudius Amann, Vorstandsvorsitzender der Don Bosco Stiftung

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3 Fragen an Sr. Maria Grazia Caputo, Leiterin des Menschenrechtsbüros der Don Bosco Schwestern in Genf

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3 Fragen an Simon Härting SDB, Erziehungsleiter im Don Bosco Jugendhilfezentrum Sannerz

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3 Fragen an Pater Johannes Kaufmann, Beauftragter für Berufungs- und Jugendpastoral

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3 Fragen an Don Ángel Fernández Artime, Generaloberer der Salesianer Don Boscos

Als Generaloberer der Salesianer Don Boscos steht der Spanier Don Ángel Fernández Artime an der Spitze des Ordens. Regelmäßig besucht er verschiedene Ordensprovinzen in der ganzen Welt, um sich mit den dortigen Mitbrüdern auszutauschen und sich die Arbeit vor Ort anzusehen. Im November 2016 war er für einige Tage in der Deutschen Provinz in Benediktbeuern, München und Bonn zu Besuch.
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Die Pädagogik Don Boscos

Im 19. Jahrhundert hat Don Bosco mit seiner Pädagogik einen ganz neuen Weg eingeschlagen: Er hat die Jugendlichen gefördert, ihnen zugehört, sie begleitet. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung. Was darunter zu verstehen ist, zeigt dieser animierte Videoclip.

Zu Besuch auf dem Sonnenberg

Herzlich willkommen im Don Bosco Haus, dem Jugendhilfe- und Familienzentrum auf dem Chemnitzer Sonnenberg! David, Ileen und Josi nehmen uns mit und zeigen, was sie hier so alles machen.