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3 Fragen an Simon Härting SDB, Erziehungsleiter im Don Bosco Jugendhilfezentrum Sannerz

Sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen, sie fördern und den Alltag mit ihnen teilen: Simon Härting hat seine Berufung gefunden. Nach mehreren Jahren der Ausbildung und der Prüfung hat er sich für ein Leben als Salesianer Don Boscos entschieden. Am 28. Mai 2017 hat er in Sannerz seine Ewige Profess abgelegt und sich damit den sogenannten Evangelischen Räten (Gehorsam, Armut, ehelose Keuschheit) sowie dem Ordensziel der Salesianer Don Boscos verpflichten.

Sie sind Erziehungsleiter im Don Bosco Jugendhilfezentrum Sannerz. Wenn Sie dort ein Jugendlicher fragt, was am 28. Mai genau passiert ist und was die Ewige Profess für Sie bedeutet, was antworten Sie?

Unsere Jugendlichen haben eigentlich eine gute Vorstellung davon, was es heißt, Salesianer zu sein, denn sie erleben uns den ganzen Tag im Haus, manchmal auch im Nachtdienst. Daher würde ich ihnen erklären, dass diese Art des Lebens mit der Ewigen Profess einfach noch einmal sehr feierlich bestätigt wird. Gleichzeitig ist damit natürlich auch die Bitte um Gottes Hilfe für diese Entscheidung verbunden. Ich bin vorher und nachher der Gleiche. Da passiert nicht viel, aber es ist ein wichtiges Zeichen. Ich bestätige mit der Profess, mein ganzes Leben den Jugendlichen zu widmen, die Wohnung oder das Haus mit ihnen zu teilen, den Gottesdienst zu feiern, in der Gemeinschaft der Salesianer zueinanderzuhalten.

Sie hatten viele Jahre Zeit, sich auf diesen Tag, auf diese Entscheidung vorzubereiten. Inwiefern gab es da auch manchmal Zweifel oder Bedenken?

Es gab die Tage, wo ich gesagt habe: Ja, das ist es! Aber es gab auch die Tage, wo ich mir dachte: Worauf hast du dich da eingelassen? Da bin ich ganz ehrlich. Wichtig ist einfach, zu wissen, was entscheide ich und wofür entscheide ich mich. Da hilft es, noch einmal Abstand zu gewinnen. Natürlich läuft nicht immer alles rund und einiges wünscht man sich im Leben vielleicht anders. Ich klammere auch nicht aus, dass man sich manchmal nach einer Beziehung und nach einer Familie sehnt. Aber es gibt eben auch die Momente, wo ich genau spüre, warum ich das mache. In vielen sehr schwierigen Situationen bei uns in Sannerz treten auf einmal vollkommen unerwartete Wendungen ein. Da merke ich, dass es neben unserem eigenen Tun eine klare Hand gibt. Don Bosco ist nicht einfach nur eine Marke, sondern er begleitet uns immer noch. Er ist der Fürsprecher für unsere Jugendlichen. Das bestärkt mich. Ich fühle mich bei den Salesianern zu Hause. Jugendhilfe ist nie langweilig, sondern da passiert sehr viel – und die Gemeinschaft trägt einen durch diesen Alltag und nimmt einem auch viel Last weg. Das ist einfach eine Lebensform, die für mich sehr passend ist. Auch die Art der Spiritualität ist genau das, wonach ich im Orden gesucht habe.

Was überwiegt bei Ihnen jetzt vor der Ewigen Profess: Aufregung oder Freude?

Ich bin jemand, der bei solchen Ereignissen eine Woche vorher total aufgeregt ist, und dann, je näher das Fest kommt, werde ich immer ruhiger. Ob das dieses Mal auch so sein wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Im Moment steht eher die Organisation im Vordergrund, aber ich freue mich natürlich darauf. Mir ist es auch wichtig, diesen Tag gemeinsam mit meiner Familie und meinen Freunden, die mich über viele Jahre hinweg begleitet haben, zu feiern. Die Ewige Profess findet im Gemeindegottesdienst statt und soll auch ein Ausdruck der Wertschätzung für die Menschen in Sannerz und für die Jugendlichen sein. Außerdem soll sie dazu ermutigen, Glauben konkret zu leben und ein Zeichen für den Glauben zu
setzen.

Interview: Nicole Stroth, in: DON BOSCO MAGAZIN, Ausgabe 3/2017

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