Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Interview: „Klimagerechtigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für die Erfüllung der Menschenrechte“

Veröffentlicht am: 08. August 2019

München/New York - Mit dem Netzwerk Don Bosco Green Alliance setzt sich die Don Bosco Familie weltweit für eine saubere Umwelt, weniger CO2-Ausstoß und die Vermeidung von Plastikmüll ein. Im Rahmen der Sitzungstage des Hochrangigen politischen Forums der Vereinten Nationen von 9. Bis 18. Juli, bei dem der Fortschritt beim Erreichen verschiedener Millennium-Ziele überprüft wurde, organisierte Don Bosco Green Alliance gemeinsam mit Salesian Missions eine Veranstaltung über die Klimakrise. Dabei berichteten vier junge Menschen aus verschiedenen Gegenden der Welt über ihre Erfahrungen mit dem Klimawandel. Eine der jungen Redner/innen war Rebecca Petz, die 2013/2014 ein Freiwilligenjahr als Don Bosco Volunteer in Ghana verbracht hatte und sich seitdem bei Don Bosco Youth Net und Don Bosco Green Alliance engagiert. Derzeit studiert sie in Magdeburg Friedens- und Konfliktforschung. Im Interview erzählt die 24-Jährige von der UN-Veranstaltung und ihrem Engagement:

Frau Petz, was war der Schwerpunkt Ihres Vortrags?

Das Thema der Veranstaltung war „Youth Aspiration and Climate Urgency – Die Klimakrise und die Wünsche der jungen Erwachsenen“.  Ich habe als Vertreterin von Don Bosco Youth Net darüber gesprochen, dass Klimagerechtigkeit eine wichtige Voraussetzung für die Erfüllung der Menschenrechte ist. Ich habe auch darüber berichtet, dass man gerade in Europa am Beispiel der Fridays for Future-Proteste sehen kann, dass die jungen Menschen mit den Reaktionen der Politiker auf die Klimakrise nicht zufrieden sind. Es wäre dringend notwendig, dass die Politik agiert und etwas tut, aber es wird nichts ausreichend schnell und radikal umgesetzt.

Wie waren die Reaktionen auf die Veranstaltung?

Unser „Side-Event“ ist gut angenommen worden.  Es waren 70 bis 80 Zuhörer, darunter vor allem Regierungsvertreter von Inselstaaten und aus Panama. Außerdem waren Vertreter verschiedener Nichtregierungsorganisationen gekommen. Das besondere an der Veranstaltung war, dass sie von jungen Menschen gemacht wurde. Eine junge Elektroingenieurin aus Papua Neuguinea, ein Student aus Panama, eine junge Frau aus Ghana und ich waren die Hauptredner.

Was motiviert Sie zu ihrem Engagement bei Don Bosco Youth Net und Don Bosco Green Alliance?

Ich finde es gut, dass wir als Don Bosco Familie auch eine globale Institution sind. Wir leben in unterschiedlichen Ländern, handeln aber alle auf derselben Basis. Das ist ein großer Vorteil, weil wir verschiedene Perspektiven auf Themen wie den Umweltschutz haben und uns darüber austauschen können. Denn in manchen Ländern kann man die Folgen des Klimawandels ganz deutlich sehen. Deshalb haben wir, als Don Bosco Familie auch die Verantwortung, gemeinsam für den Klimaschutz einzutreten und somit Voraussetzungen zu schaffen, damit jeder in Würde leben kann.

Interview: RefÖA/hmp

Foto: Rebecca Petz (2.v.l.) mit den Mitwirkenden des UN-Side Events in New York.