Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Ein Leben für Gott und die Jugend: Martin Böing und Melad Elia legen zeitliche Profess ab

Veröffentlicht am: 08. September 2019

München/Castelnuovo Don Bosco – Auf diesen Moment hatten sich die beiden Novizen lange vorbereitet: Der 42-jährige Martin Böing (links) und der 22-jährige Melad Elia (rechts im Bild) haben am Sonntag, 08. September 2019, in der Basilika am „Colle Don Bosco“, dem Geburtsort des Heiligen in der Nähe von Turin, ihre zeitliche Ordensprofess als Salesianer Don Boscos abgelegt. Dem Festgottesdienst um 15 Uhr stand Pater Francesco Cereda vor, der Vikar des Generaloberen der Salesianer. „Dieser Schritt ist für mich eine persönliche Verpflichtung, mein Leben für Gott und für die Jugendlichen hinzugeben“, erklärt Melad Elia. Gemeinsam mit Martin Böing hat er sich durch die zeitliche Profess dafür entschieden, für drei Jahre nach den Evangelischen Räten – Gehorsam, Armut und Ehelosigkeit – zu leben und sich ganz benachteiligten jungen Menschen zu widmen.

Kennengelernt hatte der gebürtige Iraker den Orden der Salesianer Don Boscos in Istanbul, wo er dreieinhalb Jahre lebte. „Im Oratorium dort habe ich meine Berufung entdeckt“, führt Melad Elia aus. „Während meiner Zeit in Istanbul habe ich mich intensiv mit meinem Glauben auseinandergesetzt. Diese radikale Entscheidung, Salesianer Don Boscos zu werden, ist hauptsächlich eine Antwort auf die Liebe Gottes, die ich erlebt habe und weiterhin erlebe.“

Eindrücke von der Erstprofess

 

 

Diese Liebe Gottes spürte auch Martin Böing aus Neuenkirchen (Kreis Steinfurt) auf ganz besondere Weise: „Und zwar schon als Kind – vor allem bei den Gottesdiensten an Weihnachten. Gott gab mir ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit.“ Nach seinem Abitur studierte er Erziehungswissenschaften in Bielefeld und war anschließend in der aufsuchenden Straßensozialarbeit für junge Menschen tätig. 2009 entschied er sich, Theologie zu studieren und seiner geistlichen Berufung nachzugehen.

Diese führte ihn zum Aspirantat und Vornoviziat ins Jugendhilfezentrum Don Bosco in Sannerz (Hessen) – genauso wie Melad Elia. Aspirantat und Vornoviziat dienen dazu, das salesianische Leben besser kennenzulernen und sich mit seiner eigenen Berufung auseinanderzusetzen. Bei beiden Männern festigte sich dort der Wunsch, in den Orden der Salesianer Don Boscos einzutreten, und so schloss sich ab dem 08. September 2018 das Noviziat in Pinerolo (Italien) an.

Gemeinsam mit 18 weiteren Novizen aus sechs verschiedenen europäischen Provinzen haben die beiden Deutschen ein tiefgehendes Jahr der Vorbereitung auf ihre Gelübde verbracht. Nach der zeitlichen Profess werden sie nach Benediktbeuern wechseln und im Aktionszentrum, einer Jugendbildungsstätte der Salesianer Don Boscos, mitarbeiten, Martin Böing zusätzlich dazu auch noch im Jugendpastoralinstitut Don Bosco (JPI). „Darauf freue ich mich schon sehr“, erzählt Martin Böing, „weil die Jugendpastoral für mich ein interessantes Arbeitsfeld ist, wo ich viel Neues lernen kann.“ Und auch Melad Elia ist schon gespannt auf die neue Aufgabe: „Außerdem freue ich mich, als Salesianer in einer salesianischen Gemeinschaft zu leben.“

RefÖA/NSt; Fotos: Norbert Schützner SDB, Vytautas Markunas SDB

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